Kategorie: personal essays

  • oh, 2025

    2025, gefüllt von Liberation, Liebe und Lernen.
    Eine kurze Zusammenfassung.

    Musik


    Ich habe 23 Lieder zusammengestellt, die mich durch 2025 begleitet haben.

    Hauptdarsteller ist Elliott Smith. Ich kenne seine Musik aus dem Film Paranoid Park (2007) von Gus Van Sant. It featured „The White Lady Loves You More“ and „Angeles“. Ich muss den Film in 2019 o.ä. geguckt haben, jedenfalls hat mich insbesondere der Song „The White Lady Loves You More“ über die Jahre begleitet. Nachdem ich dieses Jahr auf Apple Music umgestiegen bin und damit das Album – anstatt von Playlist – Hören angenehmer und ansprechender geworden ist, lief schließlich Either/Or und Elliot Smith auf Dauerschleife. I also dove into his work with Heatmiser a bit, but his solo work is the project that is and will truly stay with me.

    Bei Portishead ist, auch wenn man das Lied bereits kennt, die Live-Version mit Orchester ein anderes Erlebnis. Thievery Corporation wurde mir dieses Jahr von einer Freundin gezeigt, ich höre mich gerade von Album zu Album. Rosie and The Original’s „Angel Baby“ was featured in Edward Yang’s „Brighter Summer Day“ and has been in stuck in my head ever since. Along with other old songs and Isolation Berlins discography, it has been my companion on this summer trip to turkey. I listened to Charlotte Gainsbourg’s Jane Doe and Me on the bus with my love when we held hands for the first time. Tame Impala hat mich mit „End of Summer“ sehr positiv überrascht. Daniel Caesar ist und bleibt der Grund, für welchen ich meine Mainstream-Pop-Aversion aufgebe (und das schamlos).

    Bücher

    Bücher ist eine der wenigen Beschäftigungen, bei der ich nicht aktiv dokumentiere wann ich was und wie gelesen habe. 2025 war im ersten Semester auch kein Jahr der Bücher, aber mit dem Sommer fand ich Ruhe und Gefallen und damit zu den Büchern zurück.

    Empfehlungen kann ich aussprechen für Austerlitz von W.G. Sebald aus 2001, Mrs. Dalloway von Virginia Woolf aus 1925, The Woman in the Dunes von Kobo Abe aus 1962 und Das Schloss von Franz Kafka von 1926.

    Wiederentdeckt habe ich dieses Jahr auch All About Love von Bell Hooks aus 1999.

    Filme

    In 2025 habe ich mir vorgenommen 100 Filme zu gucken. Die 100 war eine eher symbolische Wahl um mich zu motivieren, statt zu einer Serie oder einem Youtube-Video eben zu einem Film zu greifen.

    Eine Auswahl von Filmen, die ich geschaut und genossen habe:


    Silvia Prieto (1999) von Martin Rejtman.


    Martin Rejtman hat eine Art eine unsinnige Geschichte zu erzählen, die einen nicht langweilt und mich in ihrer visuellen Simplizität anspricht. Empfehlung zu Silvia Prieto und auch The Magic Gloves (2003).


    Don’t Let Them Shoot The Kite (1989) von Tunç Başaran.

    Der Film blieb mir unerwartet in Erinnerung. Auch einer der wenigen türkischen Filme, die ich dieses Jahr geguckt habe und so öfter aufkam.


    Tale of Cinema (2005) von Hong Sang-soo.

    Genau so komisch und unangenehm, dass es perfekt ist. Den will ich mir nochmal ansehen.


    Kontroll (2003) von Nimrod Antal.

    Visuell interessant, viel Interpretationsraum und geiler Soundtrack.


    Human Traffic (1999) von Justin Kerrigan.

    Der Film war fast-paced, mit einem tollen Soundtrack und unterhaltsam. Für Menschen mit einer Jugend in der Rave-Szene auf jeden Fall sehr nostalgisch, aber auch nochmal anders, durch den , i assume, authentischen Einblick in die englische Rave-Szene der ’90er. Toller Film für die gemein-gewöhnliche Kiffrunde.


    When Harry met Sally (1989) von Rob Reiner.

    Ein Klassiker, den lange an mir vorbeigegangen ist. Rom-Coms sind ein Genre meiner Kindheit, da meine eher Film-unaffine Familie, ebendann nur solche konsumiert hat. Aber When Harry met Sally hat nicht viel mit der Rom-Com der 2000 und 2010er Jahre zutun, sondern ist eine Betrachtung von zwei einzelnen Menschen. Obwohl das generelle Thema im Film die Freundschaft zwischen Mann und Frau ist, werden doch nur über die Beziehung über Harry und Sally erzählt und keine allgemeingültigen Aussagen über die Geschlechter als Fazit des Films getroffen. Should this be taken as a play-by-play? Offensichtlich nicht. Ich glaube, die kritischen Denkfähigkeiten sollten weiterhin vorausgesetzt werden. Jump-Scare-Warning for Billy Crystal.


    Thelma & Louise (1991) von Ridley Scott.

    A tale of female friendship. Eine Betrachtung der Liberation einer Hausfrau und der Konfrontation von Abhängigkeit einer unabhängigen Frau. Starke Empfehlung für einen Klassiker, der so-oder-so wahrscheinlich schon empfohlen wird.


    I’m Still Here (2024) von Walter Salles.

    Eine Familie wird betrachtet, politische Unsicherheit und tolles Schauspiel. Trifft genau in mein Geschmacksprofil. Mustang (2015), der seit einiger Zeit in meinen Top4 auf Letterboxd lungert, hat eine ähnliche Aufstellung. Eine Familie, kulturelle Unsicherheit und tolles Schauspiel. Als würde man mit im Raum sitzen, im Flur stehen oder tanzen. Ein langer Film, der noch länger hätte sein können. Beruhend auf einer wahren Geschichte (ein weiterer Haken in meinem Interessenbereich, der oft Geschichten abrundet).


    The Fall (2006) von Tarsem Singh.

    Ein tolle Art eine Geschichte zu erzählen und darszustellen. Bilder, wie sie ins Kino gehören. Ich würde ihn gerne mit meinen Kindern gucken. Fraglich, ob das eine eher traumatisierende Wirkung hätte.

    Erfahrungen

    Trennung

    Durch meine Trennung Ende März, gewann ich mein Selbstvertrauen zurück. Wortwörtlich: Ich konnte mir wieder selbstvertrauen. Während es sich noch etwas rehabilitiert, ist es doch einschneidend in das alltägliche Leben. Wie schön, für sich selber da sein zu können.

    Türkei

    Drei Wochen in der Wärme, mit mir und Menschen, die mich fördern und fordern. Es war primitively beautiful and relaxing.

    Alleine wohnen

    Das erste Mal eine eigene Wohnung einrichten, alleine sein und alleine planen.

    Liebe finden

    Dieses Jahr erfüllten mich Freundschaften, Bekanntschaften und Gemeinschaften, wie lange nicht mehr. Ich träume von Gemeinschaft, der ich geben kann und die mir gibt. Von Freunden, die mir viele Jahre erhalten bleiben.